Pflegestufe 0 – Demenz

Pflegestufe Demenz1 in Pflegestufe 0 - Demenz

Pflegestufe Null - Demenz

Demenz – das unterschätzte Risiko
- Pflegestufe 0

Es beginnt oft schleichend, anfänglich kaum wahrnehmbar. Wie hieß
der Enkel noch gleich? Die Hausschlüssel werden an seltsamen Orten abgelegt,
etwa im Kühlschrank zum Beispiel. Die Rede ist von Alters-Demenz,
auch bekannt unter dem Namen Alzheimer. Die Gedächtnisleistung
und die Denkfähigkeit der Betroffenen nimmt im Verlauf der Erkrankung
stark ab, führt bis hin zur vollständigen Orientierungslosigkeit.

Umgang von Betroffenen mit Demenz

Betroffene, insbesondere die nächsten Angehörigen schämen sich oftmals für die Erkrankung, neigen zu Verdrängung und
versuchen oftmals die Erkrankung zu vertuschen und vor Bekannten und Nachbarn geheim zu halten. Oftmals die falsche Reaktion.
Es hilft, wenn man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann, etwa in Gesprächsgruppen oder anderen Einrichtungen.

Je eher Angehörige offen mit der Erkrankung umgehen und sich selbst helfen lassen, desto besser lässt sich im Verlauf der
Zeit mit der Situation umgehen.

Zuschüsse für Demenzkranke

Finanziell werden Demenzkranke und ihre Angehörigen leider sehr alleine gelassen. Die gesetzliche Pflegeversicherung beurteilt
Pflegebedürftigkeit nur auf Basis rein körperlicher Aspekte, sprich es wird beurteilt, ob jemand rein körperlich in der Lage ist,
seinen Lebensalltag zu meistern.

Menschen, die zwar körperlich noch “rüstig” sind, deren geistige Fähigkeiten jedoch stark nachlassen, z.B. Menschen
die an Alzheimer erkranken und dement sind, fallen durchs Raster der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie fallen nicht in eine
der Pflegestufen I, II oder III, da der Begriff der Pflegebedürftigkeit rein auf die körperlichen Fähigkeiten abzielt.

Ein an fortgeschrittener Demenz erkrankter Mensch benötigt nicht selten rund um die Uhr Betreuung und erfüllt dennoch nicht
die Voraussetzungen für eine der gesetzlichen Pflegestufen, da er z.B. körperlich in der Lage ist zu essen oder zu trinken. Er würde
es jedoch nicht tun, wenn sie ihn nicht darauf hinweisen!

Hier besteht lediglich die Möglichkeit, einen Antrag auf “zusätzliche Betreuungsleistungen bei eingeschränkter
Alltagskompetenz
” zu stellen. Anspruchsberechtigt sind hier all diejenigen Menschen, die die Voraussetzungen für die
Pflegestufe 1 noch nicht erfüllen, die jedoch aufgrund einer Demenzerkrankung (oder einer ähnlichen Erkrankung) ein
erhöhtes Maß an Betreuung und Beaufsichtigung benötigen.

Der Anspruch bei Feststellung der Pflegestufe Null beläuft sich auf 100 Euro monatlich bzw. auf 200 Euro monatlich,
sofern ein erhöhter Bedarf festgestellt wurde. Dieses Geld wird jedoch nicht bar ausbezahlt, sondern kann nur in Form von
Sachleistungen in Anspruch genommen werden.

Bildquelle: Gerd Altmann Pixelio

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